
Leitbild und Pädagogik
Im Mittelpunkt steht der Mensch mit seiner Einzigartigkeit
Herausfordernde Verhaltensweisen verstehen wir als Kommunikation. Unsere Aufgabe besteht darin, den Grund für dieses Verhalten gemeinsam herauszufinden, um dem Betroffenen Alternativen anzubieten.
Wir…
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… begegnen uns mit Achtung und Respekt
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… verstehen herausforderndes Verhalten als Kommunikationsform
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… pflegen einen partnerschaftlichen Umgang
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… beachten individuelle Fähigkeiten und Stärke
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… ermöglichen größtmögliche Selbstbestimmung
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… übernehmen die Verantwortung für uns selbst
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… handeln und kommunizieren bewusst und verantwortungsvoll
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… sorgen dafür, dass es uns gut geht und dass wir leistungsfähig bleiben
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… wachsen an unseren Aufgaben und scheuen uns nicht vor Unterstützung
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… nutzen eigene Fehler als Chance zur Verbesserung
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… schätzen uns und unsere Arbeit gegenseitig
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… wünschen uns einen vertrauensvollen, angstfreien Umgang

Tobias Adam
„Es ist gut an einem Ort zu sein, an dem ich nicht unsichtbar bin. Es ist schwer Autist zu sein. Einsamkeit umgibt mich. Meistens kenne ich nur Angst im Herzen. Viele Mitarbeiter versuchen zu mir durchzudringen. Ich bin dankbar für jede glückliche Stunde.“
Besondere Pädagogik
- Krisenintervention
- Rückzugsmöglichkeit
- Gewaltfreie Interventionstechniken
- Unterstützte Kommunikation
- Gestützes Schreiben – Facilitated Communication
Krisenintervention
Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Umgang mit und der Begleitung in immer wiederkehrenden Konflikten und Krisen. Aggressionen als Form des Ausdrucks zu verstehen und ein entsprechendes Angebot zu entwickeln, stellt eine Herausforderung für die Mitarbeiter dar. Was will uns der Mensch mit Behinderung mitteilen? Welche und wie viel Assistenz braucht er wirklich?

Rückzugsmöglichkeit
Um mit den vielen Emotionen und herausfordernden Verhaltensweisen gut umgehen zu können, wird Zeit für die Verarbeitung und Raum für die Bearbeitung benötigt. Dazu sind die vielen verschiedenen Rückzugsräume, Reizarmen Räume aber auch die Außen- und Grünflächen unerlässlich. Sich fokussieren, in der Krise begleitet werden, sich nicht allein fühlen, sind wichtige Aspekte um erfolgreich das eigene Verhalten steuern und bewältigen zu können.

Gewaltfreie Interventionstechniken
Das Konzept der Physischen Intervention nach Moti Arbel wird bei uns im Haus als Gewaltfreie Selbstverteidigung in häufig stattfinden Kursen eingeübt und geschult. Ziel ist ein würdevoller Umgang mit den Menschen in einer Krise. Es werden wirksame Techniken erlernt, mit denen ein höherer Kontroll- und Sicherheitslevel in Krisensituationen erreicht wird.

Unterstützte Kommunikation
Da manchmal die Lautsprache fehlt oder eingeschränkt ist, kann es hilfreich sein über verschiedene Hilfen und Medien Kommunikation herzustellen, egal wie basal sie sein mag.
Uns über Bilder, Zeichen, Talker usw. mitteilen zu können, ist eine erhebliche Entlastung und Bereicherung unseres Lebens.
Wir arbeiten mit verschiedenen Beratungsstellen und Fortbildnern zusammen, um uns hier immer wieder neue Ideen zu holen, die die Arbeit im Alltag erleichtert und den Menschen mit denen wir arbeiten einen Zugang zur sprachlichen Welt ermöglichen.

Gestützes Schreiben – Facilitated Communication
Kommunikation ist ein Menschenrecht. Dabei ist die gestütze Kommunikation noch sehr umstritten. Hierbei wird dem Menschen eine körperliche Stütze angeboten um mit der Hand besser auf etwas zeigen zu können. In unserem Alltag hat es den Bewohner*innen und uns schon oft geholfen auf diese Art zum Ausdruck bringen zu können, was uns bewegt.
„Ich lache, weil es so gut tut. Das Entscheidende ist, dass hier so viele sind, die sind wie ich. Ich amüsiere mich köstlich über den, der so bockig ist und trotzdem gemocht wird. Ich freue mich mit der, die so schön aussieht, wenn sie malt. Ich lache mit der, die mit ihren Gedanken überall ist. Ich freue mich, weil ich so mutig die Farbe aufhelle und merke, wie ich es aushalten kann. Es geht mir gut.“
Tobias Laubach
Bewohner
